Dadaismus und Surrealismus

Dadaismus und Surrealismus entstanden als besondere Kunstform im vergangenen Jahrhundert, Dadaismus als literarische und künstlerische Bewegung 1916, der Surrealismus 1920. Sowohl Dadaismus als auch Surrealismus lehnen die konventionellen Kunstformen ab, während der Dadaismus das Bürgertum und dessen Kunst zum Teil parodierte, will der Surrealismus das Unbewusste und Traumhafte darstellen. Der Stil von Dadaismus und Surrealismus wirkt sich noch heute auf die Kunst der Moderne und die zeitgenössische Kunst aus.

Dadaismus und Surrealismus – große Namen in Kunst und Literatur

Dadaismus und Surrealismus verwischen die Schönheit und Abstraktion der “normalen” Kunst und stellen sie infrage. Satirische Ausdrucksformen bis hin zur Unsinnsammlung und sinnfreie Gedichte prägen den Dadaismus – er lehnt die bürgerlichen Werte ab. Hugo Ball, einer der bedeutendsten Vertreter der Bewegung, erfand das sinnfreie Lautgedicht, bei dem die Bedeutung und der Wortlaut in den Hintergrund treten, sodass die Sprache durch eine Zerlegung in phonetische Silben ihren Sinn verliert. Ball wollte damit den Missbrauch der Sprache anprangern, durch das Chaos auf Missstände aufmerksam machen.

Dadaismus und Surrealismus zeichnen sich vor allem durch einen Bruch mit den konventionellen Kunstformen aus

Dadaismus und Surrealismus zeichnen sich vor allem durch einen Bruch mit den konventionellen Kunstformen aus

Die Surrealisten hingegen suchen nach der Wirklichkeit des Menschen im Unterbewusstsein und nutzen Träume und Rauschzustände, um das Wertebild zu definieren. Unterschieden wird im Surrealismus zwischen veristischem Surrealismus und abstraktem Surrealismus. Der veristische Surrealismus, auch kritisch-paranoischer Surrealismus genannt, verändert Perspektiven und fügt Dinge zusammen, die nicht zusammengehören. Im abstrakten Surrealismus, dem absoluten Surrealismus, gibt es keinen Realität mehr, auch wenn er ähnlich wie der veristische Surrealismus agiert.

Vertreter des Dadaismus und Surrealismus, sind im Dadaismus:

  • Hugo Ball, der die Bewegung ins Leben gerufen hat,
  • Tristan Tzara,
  • Emmy Hennings,
  • Marcel Janco,
  • Hans Arp und
  • Richard Huelsenbeck.

Bekannte Surrealisten sind:

  • der Kritiker und Surrealist André Breton,
  • Salvadore Dali,
  • Joan Miró,
  • Max Ernst,
  • Hermann Kasack und
  • Alfred Kubin.

Eine Kunst, die zum Nachdenken anregt – Dadaismus und Surrealismus

Dadaismus und Surrealismus sind im Grunde künstlerische Revolten, die den Verfall der Werte und die Zerstörung der Welt auf ihre Art und Weise versuchen anzuprangern. Während der Dadaismus Zuflucht in der Satire und Überspitzung der üblichen Kunstformen sucht, weicht der Surrealismus in eine unwirkliche, eine surreale Welt aus, um seine Ausdrucksform zu finden. Gemeinsam ist beiden, dass sie sich prägend auf die zeitgenössische und die moderne Kunst auswirken und zum Nachdenken anregen.

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