Dadaismus-Künstler

Der Dadaismus, eine literarische und künstlerische Bewegung, die im Jahr 1916 entstand, zeichnete sich durch die Kritik an herkömmlichen Kunstformen und bürgerlichen Idealen aus. Berlin, Zürich, New York und Paris waren die Zentren des Dadaismus, zu dessen wichtigsten Vertretern Hans Arp, Hugo Ball, Richard Huelsenbeck und Man Ray gehören.

Arp, Ball und Huelsenbeck: die Begründer des Dadaismus

Der deutsch-französische Bildhauer, Maler und Lyriker Hans Arp wurde 1886 in Straßburg geboren und studierte an der Pariser “Academie Julian” und an der “Kunstschule Weimar”. Im Jahr 1911 wurde er Gründungsmitglied der Künstlervereinigung “Moderner Bund”, über den Maler Wassily Kadinsky knüpfte der Künstler zudem Kontakte zur Künstlergruppe “Der blaue Reiter”. Durch den russischen Schriftsteller lernte Arp 1916 die deutschen Schriftsteller Richard Huelsenbeck und Hugo Ball kennen. Gemeinsam begründeten die Künstler den Dadaismus. Bei seinen abstrakten Werken orientierte sich der Künstler Hans Arp am kubistischen Stil von Georges Braque und Pablo Picasso. Das 1912 erschienene Gedicht “Kaspar ist Tod” zählt zu den bedeutendsten Dada-Dichtungen.

Die Dadaismus-Künstler Arp, Ball und Huelsenbeck begründeten den Dadaismus

Die Dadaismus-Künstler Arp, Ball und Huelsenbeck begründeten den Dadaismus

Hugo Ball, 1886 in Pirmasens geboren, zählte als Mitbegründer des Dadaismus zu den Pionieren des Lautgedichts. Er arbeitete als Hilfskraft an der Münchner Schauspielschule von Max Reinhardt, als ihm im Jahr 1911 die Veröffentlichung der tragischen Komödie “Die Nase des Michelangelo” gelang. Eine Tätigkeit als Dramaturg an den Münchner Kammerspielen folgte. Ab dem Jahr 1913 veröffentlichte der Künstler zahlreiche Beiträge in Zeitschriften wie “Die Aktion” oder “Die neue Kunst”, 1915 emigrierte er in die Schweiz. Im Jahr darauf gründete der Künstler in Zürich das “Cabaret Voltaire”, ein Theater, das häufig als die “Wiege des Dadaismus” bezeichnet wird.

Auch der Arzt und Psychoanalytiker Richard Huelsenbeck wirkte beim “Cabaret Voltaire” mit. Heute gilt der Künstler als bedeutendster Chronist des Dadaismus. “Die Verwandlungen” aus dem Jahr 1918 und das im Jahr 1920 veröffentlichte “Dada siegt” zählen zu seinen wichtigsten Werken.

Internationale Künstler des Dadaismus

Von deutschen Künstlern wie Hans Arp und Hugo Ball begründet, gewann der Dadaismus in den 1920er-Jahren auch in Frankreich und in den USA zunehmend an Bedeutung. Ein US-amerikanischer Künstler des Dadaismus, ist der Maler, Fotograf und Filmregisseur Man Ray, der mit einer Vielzahl von dadaistischen und surrealistischen Fotografien, Kunstwerken und Filmen weltweite Bekanntheit erlangt hat.

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